Bananen, Steinchampignons
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- 22. Januar 2012
Bananen
Das spektakuläre Ableben der Diana Spencer 1997 war nicht das erste aufsehenerregende Ereignis im noblen Clan, dem u.a. auch die Cavendishs entstammen. Henry Cavendish etwa, der am Ende des 18. Jahrhunderts bewies, dass Wasser kein Element ist. Ihm ist aus die Gravitationswaage zu verdanken, dank derer es nachfolgenden Wissenschaftlern gelang, ihre Mitmenschen auf den Mond zu schießen. Sein Vater, William Cavendish, der 6. Herzog von Devonshire, pflanzte schon 1830 in seinem Garten „chinesische“ Bananen an, deren eigentliche Heimat Vietnam ist. Obwohl nicht überliefert ist, wie erfolgreich das Unterfangen des Herzogs war, wurde eine Bananensorte nach ihm benannt. Just jene Sorte, die seit den 1950er Jahren in aller Munde ist. Vorher war es die Gros Michel, die als erfolgreichste Bananensorte galt und offenbar nicht zu Unrecht, war sie ihrer Nachfolgering doch im Geschmack deutlich überlegen. Leider machte die Panama-Krankheit der Erfolgsstory ein Ende. Dabei handelte es sich um eine Pilzerkrankung, die zum Bankrott der meisten Erzeuger führte, da die den Aufwand für eine rechtzeitige Umstellung des Anbaus scheuten. Die neue Sorte, die Cavendish, erwies sich leider als deutlich anfälliger für Krankheiten. Da können wir nur sagen: Pech gehabt. Seitdem müssen Bananen besonders sorgfältig behandelt werden, sowohl bei der Ernte, bei der Verpackung als auch beim Transport. Das tun alle. Auch konventionelle Erzeuger. Die vergiften auch besonders sorgfältig Pilze und Mitarbeiter. Weil die sich irgendwann nicht mehr alles gefallen lassen wollten (die Mitarbeiter nämlich), kamen manche Produzenten auf die Idee, Bananen ökologisch einwandfrei zu erzeugen. Mittlerweile erstreckt sich die Sorgfalt bei denen aber auch auf das Wohlergehen der Beschäftigten. Das finden wir gut. Andere Produzenten gehen andere Wege: so werden Gene verändert, damit die Früchte gegen Krankheiten resistent werden sollen und so das viele Geld für die Funghizide zu ersparen helfen. Das finden wir blöd und empfehlen daher, Bananen aus kontrolliert biologischer Erzeugung zu kaufen. Am besten bei Ihnen im Bio - Fachgeschäft.
Steinchampignons
Trotz ihres Namens zählen Steinchampignons nicht zu den Steinpilzen. Die gehören zu den Röhrlingen, Champignons dagegen bilden eine eigene Familie. Ihre deutsche Bezeichnung war ursprünglich „Angerlinge“, woraus wir schließen können, dass sie auf Wiesen und Feldern gefunden wurden. Als Speisepilz wurde der Champignon in Paris entdeckt, vor längerer Zeit schon. Damals war ein Champignon eine hochpreisige Spezialität, die sich nur einigermaßen Wohlhabende leisten konnten. Das ist vorbei. Heute kann sich jeder eine Mahlzeit mit den Steinchampignons leisten. Das ist gut so, denn diese Pilze haben einiges zu bieten: 90 % des Pilzes bestehen aus Wasser und sind daher für eine kalorienarme Ernährung prädistiniert. Daneben finden sich Eiweiß, Niacin, Biotin, Phosphor, Kalium, Eisen und Zink sowie die Vitamine B, C, D, E und K. Der im Freien wachsende Champignon ist auf Schwermetalle so verpicht, wie der Raucher auf Nikotin. Was geht, wird aufgenommen. Wie gut also, dass die Zucht unserer Pilze im Keller stattfindet. Keller... na ja, es sind, um bei der Wahrheit zu bleiben, ehemalige Bunker – aber die sind entmilitarisiert, versprochen! Vor Schwermetallen sind die Pilze so geschützt. Bestellen Sie Champignons und andere Pilze aus unserem Sortiment.
Streik!
Das geht nun schon über 3000 Jahre so: kaum passt den Leuten irgendwas nicht, schon streiken sie. Anno 1159 vor der Zeitenwende, im 29. Regierungsjahr des Ramses III. legten Bauarbeiter die Arbeit nieder, weil sie seit 18 Tagen nichts zu beißen hatten. In Italien geht es jetzt auch mal wieder los, derzeit nur auf den Süden begrenzt, soll es ab Sonntag einen Generalstreik geben. Es geht um Montis Sparpläne. Natürlich versuchen wir uns anderweitig einzudecken, aber: wir werden es spüren...
Wieder im Sortiment
Topfkräuter vom Kräutergut Dworschak bei Nürnberg. Alles in Bioland-Qualität.
